Metallbalgdichtung

Bei der Gleitringdichtung mit Metallbalg werden die Federn durch einen Metallbalg mit geschweißten oder gewellten Lamellen ersetzt. Dieser übernimmt die Funktion der mechanischen Belastung der Dichtflächen und ermöglicht Wellenbewegungen, während die Sekundärdichtung statisch bleibt.

Dieser Vorteil macht die Metallbalgdichtung geeignet für Anwendungen, bei denen die Elastizität der Sekundärdichtung nicht gewährleistet werden kann, beispielsweise bei hohen Temperaturen. Tatsächlich ist die Sekundärdichtung bei der Metallbalgdichtung statisch, aber dennoch für den Betrieb bei sehr hohen Temperaturen geeignet. Die für die Anpassung an die Mikrobewegungen der Welle erforderliche Elastizität wird durch den Metallbalg sichergestellt.

Aus diesem Grund unterscheidet die Norm API 682 Dichtungen mit Federn und „dynamischen O-Ringen“ als „Drücker“ von solchen mit Metallbälgen, die als „Bälge“ bezeichnet werden. Balgdichtungen mit Metallbälgen werden für Anwendungen über 176 °C empfohlen.