Doppelanwesen

Doppelte Gleitringdichtungen sind Dichtungssysteme, die aus zwei zusammengebauten Gleitringdichtungen bestehen und ein höheres Sicherheitsniveau als einfache Dichtungen gewährleisten. Sie kommen zum Einsatz, wenn das Prozessmedium gefährlich, abrasiv, nicht schmierend oder extrem heiß/kalt ist. In diesen Fällen ermöglicht die Doppeldichtung die Zwischenlagerung einer Flüssigkeit zwischen Prozessmedium und Atmosphäre, um eine optimale Schmierung und Kühlung der Kontaktflächen sicherzustellen. Dadurch entsteht ein äußerst zuverlässiges Dichtungssystem, selbst unter kritischen Bedingungen.

Es gibt zwei Hauptklassen von Doppeldichtungen:

  • Nicht druckbeaufschlagt: Die Hilfsflüssigkeit (Pufferflüssigkeit) wird unter einem niedrigeren Druck als die Prozessflüssigkeit gehalten. Dadurch wird eine Kontamination des Prozesses verhindert, gleichzeitig gelangen aber auch keine Leckagen in die Umgebung.
  • Druck: Die Hilfsflüssigkeit (Sperrflüssigkeit) wird unter einem höheren Druck als die Prozessflüssigkeit gehalten, wodurch Emissionen in die Atmosphäre vermieden und gleichzeitig Schmierung und Kühlung durch eine saubere und kontrollierte Flüssigkeit gewährleistet werden.

Warum werden zwei Dichtungen anstelle von einer verwendet?

Eine einzelne Dichtung ist möglicherweise nicht ausreichend, wenn:

  • die Flüssigkeit ist gefährlich, giftig und entzündlich; in diesem Fall könnten physiologische Verluste nach außen Schäden oder Risiken für die Umwelt oder für die Bediener verursachen;
  • die Flüssigkeit schmiert die Dichtflächen nicht ausreichend;
  • die Prozessflüssigkeit enthält Feststoffe, die die Dichtflächen beschädigen könnten.

Doppeldichtungen können in verschiedenen Konfigurationen (Anordnungen) installiert werden, von denen jede unterschiedliche Eigenschaften aufweist und in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen ausgewählt wird.